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Deutsche Filmpropaganda im „Ostraum“ – die Zentral-Filmgesellschaft Ost 1941-45

Di., 30.3.2010, 19.30 Uhr, Zürich, Volkshochschule des Kantons Zürich

Mit der nationalsozialistischen Okkupation der Sowjetunion begann sofort die Beeinflussung der „Untermenschen“ durch den Film. Dazu wurde noch 1941 die Zentralfilmgesellschaft Ost (ZFO) gegründet. Die ZFO organisierte die Kinobespielung und produzierte Propagandafilme. Sie zählen zu den hemmungslosesten Machwerken des NS-Films, verdammen den „jüdischen Bolschewismus“ und erklären Deutschland zum gelobten Land, für das es sich lohnt zu schaffen. Viele der angeworbenen Arbeitskräfte werden im Reich harten Repressalien ausgesetzt sein, einige ihren Deutschland-Aufenthalt nicht überleben.
Der Vortrag zeichnet die Geschichte der ZFO und ihrer Mitarbeiter nach, viele machten nach 1945 weiter Karriere. Vorgeführt wird der antisemitische Propagandafilm „Roter Nebel“ (1942). Er kompiliert Sequenzen erbeuteter feindlicher Wochenschauen und Fotografien zu einem Schreckensszenario der sowjetischen Besatzung (mit GPU-Kellern und Deportationen), das durch die sehnlich erwarteten deutschen Soldaten endlich beendet worden sei. „Stalin verspricht: Unantastbarkeit der Person. Das Ergebnis: Die Gefängnisse sind überfüllt […] Wer nicht verschleppt ist, geht aus diesen Kellern und Zellen den letzten Gang. Hier der Raum, in dem die Opfer erschossen werden. Die Wände sind mit Gummitüchern ausgelegt. Diese Wandaufschrift lautet: Alle Verurteilten erschießen! Der Abfluss für das Blut der Opfer. In den Taschen der Ermordeten finden sich die Todesurteile. Lesen Sie, wer diese Urteile unterschrieben hat! Rosenstein, Leibowitsch, Schmutzkowitsch, Trutman, Gerotski, Holländer, Gutman. Und hier der Henker des lettischen Volkes Schustin – alles Juden.“ (Sprecherkommentar)

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