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Mit der Hände Arbeit - Brandenburgs Handwerk und Industrie im Film

Das Land Brandenburg besitzt ein reiches Erbe an traditionellem Handwerk und industrieller Fertigungstechniken, deren Standorte einerseits auf hier vorhandenen Rohstoffen und Ressourcen – wie Holz, Kalkstein, Tonerde und Wasser – beruhen und andererseits auf die Lage von wichtigen Abnehmern und Kundenhäufungen – hier vor allem die Stadt Berlin – zurückgehen. Ofenkacheln aus Velten, Tuche aus Forst, Denkmalskulpturen aus Lauchhammer, Glas aus Baruth und nicht zuletzt Filme aus Potsdam-Babelsberg waren und sind Begriffe für wirtschaftlichen Erfolg und Qualitätsarbeit, die heute zumeist in Spezialmuseen an den ehemaligen Produktionsstandorten wach gehalten werden. Die einzige Möglichkeit, die Produktionsprozesse und das soziale Miteinander im Werk nachzuerleben, bieten Filmaufnahmen. Die eingeführten Kurzfilmprogramme finden zwischen Juni und November 2016 an sieben Museen im Land Brandenburg statt, legen einen Schwerpunkt auf das Handwerk der Regionen und werden dem Publikum historisch bedeutsame Standorte und Verfahren nahe bringen.
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Vorführtermine:
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Filmmuseum Potsdam, So., 26. Juni 2016, 11 Uhr:
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Wie Filme erzeugt werden: Kameras, Kulissen, Schnittplätze und Geräusche
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Filme vom Film sind Innensichten eines arbeitsteiligen Prozesses vom Drehbuch bis zur Kinovorführung, das hoch spezialisiertes Handwerk erfordert: Kulissenbau, Kostümschneiderei, Kamera, Trick, Schnitt... Filmberufe müssen mit Kreativität und Improvisationsgeschick ausgefüllt werden, so wie es Geräuschemacher Hugo Gries im Abendgruß des Sandmännchens vorführt.
Seit 1911 lebt diese Tradition in Babelsberg – und Filme haben darüber berichtet, 1924 werden Drehs zum Fritz Lang-Klassiker Die Nibelungen beobachtet, fast 50 Jahre später die künstlerischen Potentiale der DEFA betont. In der Fernsehsendung Hauptfilm läuft findet das Rückprojektionsatelier Beachtung. Die Musealisierung des Films ab den 1980er Jahren ist ebenfalls Thema. Nun werden Sets originalgetreu im Filmmuseum Potsdam nachgestellt und in historische Zusammenhänge gesetzt. 1991 eröffnet der DEFA-Freizeitpark: Handwerk am Film nun auf großer Bühne.
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Mit: Die ideale Filmerzeugung, 1913 – Der Film vom Film, 1924 – 12 Minuten Ufa, 1943 – Abendgruß: Elternporträt Geräuschemacher, 1983 – Magazin für Thälmannpioniere: Filmmuseum der DDR, 14.5.1987 – Mittagsjournal: DEFA-Freizeitpark, 15.8.1991
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Museumsdorf Baruther Glashütte, So., 17. Juli 2016, 16.30 Uhr
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Stadtmuseum Wittenberge, Do., 8. September 2016, 18-19 Uhr
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Kunstgussmuseum Lauchhammer, Fr., 23. September 2016, 18 Uhr
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Ofen- und Keramikmuseum Velten, So., 9. Oktober 2016, 15-17 Uhr
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Industriemuseum Brandenburg, Sa., 5. November 2016, 15 Uhr
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Brandenburgisches Textilmuseum Forst, Sa., 12. November 2016, 16 Uhr

Wie der Film unsterblich wurde. Vorakademische Filmwissenschaft in Deutschland

Ein neues Buch herausgegeben von Rolf Aurich und Ralf Forster; in der Reihe Audiovisuelles Kulturerbe, Band 1, hg. von Chris Wahl,
München: edition text + kritik 2015
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Filme und filmhistorische Materialien können Teil eines Archivs oder einer Sammlung werden. So erlangen sie Bedeutung für Forschung und Lehre, für einen historischen Diskurs oder für die Erinnerungskultur. Als sich der Film allmählich etablierte, war seine Existenz jedoch rasch vergänglich. Es fehlten all jene Personen und Institutionen, die mittlerweile dazu beitragen, dass Materialien bewahrt und Inhalte reflektiert werden: Filmarchive, Institute und Museen, Ausstellungen, Studiengänge, Autoren und Verlage, filmgeschichtliche Websites ohnehin. Die Grundlagen, um die Gedächtnisfunktion des Films praktisch umzusetzen, mussten mühsam geschaffen werden. Doch wer waren die Akteure auf diesem langen Weg gegen das Vergessen, wann traten sie mit welchen Ideen, Erfolgen und Niederlagen in Deutschland auf?
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Die etwa 40 Beiträge dieser Textsammlung gehen erstmals dieser Frage nach und fächern den besonderen Facettenreichtum jener Annäherungen an die Geschichte des Mediums auf: Netzwerke werden erkennbar, die sich aus der Filmbranche selbst heraus entwickelten. Produzenten, Sammler, technische Pioniere und Journalisten machten gemeinsame Sache, erinnerten und riefen zum Bewahren auf. Guido Seeber auf der KIPHO 1925, Karl Wolffsohn in der Licht-Bild-Bühne. Frühe Filmwissenschaftler wie Heinz Baumert und Walter Hagemann arbeiteten zunächst in etablierten Fächern. Publizisten wie Gunter Groll legten methodische Grundlagen zur Filmerforschung. Die Institutionalisierung von filmhistorischer Aktivität lief in den 1930er-Jahren parallel zur Festigung der nationalsozialistischen Diktatur, etwa im Reichsfilmarchiv und in der Ufa-Lehrschau unter Hans Traub. Die Folgen waren ambivalent und strahlten sowohl auf die Bundesrepublik (Filmarchiv der Persönlichkeiten) als auch auf die DDR (Staatliches Filmarchiv) ab. Sie sind in ihrer Bedeutung für die Filmgeschichtsschreibung nach 1945 bis heute nur in Ansätzen analysiert worden.
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Die Edition ist Ende Mai 2015 erschienen und über den Verlag und den Buchhandel bestellbar.

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